Crème brûlée / Crème brûlée caramel

Als ich dieses Desert zum ersten Mal probiert habe, war mir klar, dies kommt auf meine Favoritenliste. Das ist das beste Crème brûlée das ich je gegessen habe. Cremige Textur und unvergesslicher Geschmack mit der traditionellen Caramelkruste. Nach der ersten Portion möchte man direkt nach der zweiten greifen.Zubereitung

5 Portionen

Zeitaufwand ca. 1 Stunde

Benötigte Zutaten:

  • 6oo ml Sahne (nicht weniger als 30% Fettgehalt)
  • 7 Eigelbe (ca. 140 g)
  • 100 g Zucker
  • 30 ml Wasser
  • 1 Vanilleschote oder 1/2 Pkg Vanillezucker
  • Brauner Zucker zum flambieren

Backofen auf 130 °C vorheizen.

7 Eigelbe (ca. 140 g) und 200 ml Sahne gut mit einander vermischen und zur Seite stellen.

Ganz wichtig hier ist das Verhältnis zwischen Sahne und Eigelb, weil davon die Konsistenz der Creme brûlée abhängt. Wenn ihr die Küchenwaage zuhause habt, könnt ihr die Eigelbe genau abwiegen. Natürlich, je nach Eigröße, bekommt ihr mehr oder weniger Milliliter Eigelbmasse. Ihr könnt ruhig ein bisschen mehr Eigelb rein tun, aber nach Möglichkeit nicht weniger. In diesem Fall wird Creme brûlée flüssiger, weil das Eigelb hier als Verdickungsmittel wirkt. Falls ihr keine Küchenwaage habt, könnt ihr davon ausgehen, dass ein Ei in Größe M ohne Schale ca. 50 g wiegt: 30 g Eiweiß und 20 g Eigelb.

Das Eiweiß, das übrig bleibt könnt ihr für die Zubereitung von Baiser benutzen. Etwas später zeige ich euch das Rezept dafür.

Die restlichen 400 ml Sahne mit 1 Vanillesstange oder 1/2 Pkg Vanillezucker vermischen und kurz erhitzen.

Falls ihr die Vanilleschote benutz, die halbieren und mit einer stumpfen Seite des Messers das Vanillemark abkratzen und in die Sahne geben.

Benutzt bitte keinen Vanilinzucker. Der enthält nur künstliche Vanillearomen und macht weder dieses noch anderes Desert besser.

Wehrend die Vanillesahne erhitzt, 100 g Zucker und 30 ml Wasser in einen anderen Topf geben und bei schwacher Hitze so lange schmelzen lassen, bis die goldene Farbe erreicht ist. 

Caramel ist vielleicht keine leichte Sache, aber mit ein paar Tipps kriegt ihr das bestimmt hin. Auf dem Photo oben, habe ich für euch aufgezeichnet, wie die Zucker-Wasser Masse sich in eine goldene Caramelmasse verwandeln.

Um die Zucker-Wasser Masse gleichmäßig schmelzend zu bekommen, den Topf permanent mit kreisenden Bewegungen schwenken. Nicht rühren! Sonst kristallisiert sich der Zucker wieder.

Nach und nach wird die Zucker-Wasser Masse durchsichtiger und die Bläschen werden größer. Sobald ihr anfängt den bekannten Caramelgeruch zu spüren, fängt die Masse an eine Farbe zu bekommen. Hier vorsichtig! Sobald das Caramel eine goldene Farbe bekommen hat, den Topf vom Herd weg nehmen und kalt stellen. Falls ihr diesen Augenblick verpasst, verbrennt das Caramel und schmeckt nachher bitter. Dann müsst ihr leider von Vorne anfangen.

Heise Vanillesahne zu dem Caramel geben und gut einrühren.

Damit die Vanillesahne und das Caramel sich gut mit einander vermischen, müssen die möglichst gleiche Temperatur haben. Falls die Vanillesahne in Zwischenzeit abgekühlt ist, wärmt die besser noch Mal auf.

Die Vanillesahne habe ich hier durch den Sieb passiert. Ihr könnt das auch machen, oder weg lassen, denn später wiederhole ich den Schritt noch mal.

So ungefähr soll die Sahne-Caramelmischung aussehen.

Die Sahne-Caramelmischung und die Sahne-Eigelbemischung, die ihr vorher gemacht habt, miteinander verbinden.

Die fertige Caramel Creme brûlée durch das Sieb in die passenden Formen verteilen.

Das Sieb braucht ihr hier um die möglichen groben Eierreste und die Sahnehaut  herauszufiltern.

Am Ende bekommt ihr 5 Portionen Creme brûlée, mit jeweils 120 g.

Die Formen mit Creme brûlée in einen größeren Behälter stellen und den Behälter mit  kochenden Wasser auf 2/3 der Creme brûlée-Formenhöhe aufüllen. In einen vorgeheizten Ofen stellen und 40 Minuten aufbacken.

Nach 40 Minuten die Formen herausnehmen und komplett abkühlen lassen. Am besten schmeckt die Creme brûlée kalt. Dafür die Formen in Kühlschrank für mindestens 1 Stunde stellen.

Fertige Creme brûlée (ohne Kruste) könnt ihr nach bedarf für ein Paar Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Für die Kruste ein paar Löffel Braunen Zucker auf der Oberfläche gleichmäßig verteilen und mit dem Flambierer karamellisieren.

Natürlich könnt ihr nach dem selben Prinzip auch die klassische Creme brûlée zubereiten. Dafür die Eigelbe und Zucker mit einander vermischen, die heiße Vanillesahne dazu geben und wie oben schon beschrieben, backen. Aber probiert unbedingt dieses Rezept aus, das schmeckt viel besser.

Am Ende ist wie immer der Vergleich mit dem Fertiggericht. Auf dem Foto links ist die klassische Creme brûlée, weil ich zu dem Zeitpunkt als ich die Photos gemacht habe, leider keine fertige Caramle Creme brûlée gefunden habe. Mit der Sicht von oben, kann man vielleicht nicht besonders viel sagen, deswegen schaut mal lieber rein.

Hier ist auch wie immer, links – das Fertiggericht, rechts – das Selbstgemachte.

Der Unterschied zwischen den Konsistenzen wie ihr sieht, ist groß. Die fertige Creme brûlée muss man richtig kauen, während die selbstgemachte auf der Zunge zergeht. Das Fertigexemplar schmeckt eifach nur sahnig und süß. Die selbstgemachte Creme brûlée dagegen, hat seinen unverwechselbaren, charakteristischen Geschmack mit einer leichten Caramelnote.

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