Zwiebelsuppe

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Die Franzosen, die haben es einfach drauf! Es ist unfassbar, wie man aus solchen simplen Zutaten, so einen wunderbaren Geschmack herzaubern kann. Für mich ist das eine hohe Kochkunst. Dieses Gericht ist simpel und elegant zugleich. Eine perfekte Vorspeise für ein Festtagsmenü.

Zubereitung

2 Portionen

Zeitaufwand: ca. 1 Stunde

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Benötigte Zutaten:

  • 3 große Speisezwiebeln (ca. 450 g)
  • 20 g Butter
  • 2 EL pflanzliches Öl
  • 10 g Mehl
  • 50 ml Weißwein (trocken)
  • 30 g geriebener Käse
  • 500 ml Fond
  • 2 Baguettescheiben
  • Salz, Pfeffer 

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Bevor wir anfangen, möchte ich euch zeigen, wie ihr die Zwiebeln für die Suppe schneiden könnt. Für den Geschmack spielt das natürlich keine Rolle. Davon hängt nur ab, wie eure Suppe am Ende aussehen wird. Zur Auswahl habt ihr (auf dem Foto von links nach rechts): längst, quer und in kleinen Würfeln geschnittene Zwiebel.

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3 große Speisezwiebeln schälen und beliebig schneiden. 20 g Butter und 2 EL pflanzliches Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin gold-braun anbraten.

Da die Butter alleine einen niedrigen Rauchpunkt hat, gebt ein bisschen pflanzliches Öl dazu um diesen zu erhöhen. Dadurch behaltet ihr den leckeren Buttergeschmack ohne, dass die Butter verbrennt.

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Gebt 10 g Mehl zu den angebratenen Zwiebeln hinzu und rührt es gut um, so dass das Mehl sich in Öl komplett auflöst. Mit 50 ml Weißwein ablöschen, alles noch mal gut umrühren und bei mittlerer Hitze so lange kochen lassen, bis die Flüssigkeit sich auf 2/3 reduziert hat. Ein bisschen salzen und pfeffern.

Durch den Weißwein bekommt das Gericht eine leichte Säure. Am besten eignen sich dafür die trockenen Weinsorten. Die anderen Weinsorten enthalten mehr Zucker, was man in diesem Gericht gar nicht braucht. Um die benötigte Säure zu bekommen, könnt ihr statt Wein auch Essig (z.B. Apfelessig, Weißweinessig) nehmen. In diesem Fall gebt den Essig ganz am Ende, wenn die Suppe fertig ist, aber nur ein Paar tropfen.

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500 ml Fond dazugeben, umrühren und zugedeckt bei mittlerer Hitze für 40 Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren.

Ihr könnt einen beliebigen Fond nehmen. Je nach dem welchen Fond ihr nehmt, unterscheidet sich am Ende die Farbe und der Geschmack der Suppe. Mit einem Rinder- oder Wildfond wird die Suppe dunkler und kräftiger im Geschmack. Mit einem Gemüse- oder Geflügelfond bekommt ihr leichteren Geschmack und eine hellere Farbe.

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Am Ende noch Mal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls ihr mit Essig kocht, diesen  hier dazugeben.

Obwohl die Suppe an sich schon fertig ist, ist das noch keine klassische Zwiebelsuppe. Es müssen noch Baguette und Käse her.

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Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Baguettescheiben in einem Toaster, oder in der Pfanne anbraten. Eine feuerfeste Schale mit der Suppe befüllen, Baguettescheiben darauf legen und mit geriebenem Käse bestreuen. In den Ofen stellen und so lange backen, bis der Käse geschmolzen ist.

Als Käse habe ich hier Le Saint Mont genommen. Ganz gut würden dazu auch andere herzhafte Käsesorten passen wie Grueuer, Parmesan oder Appenzeller.

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Was ich an selbstgekochten Gerichten so gerne mag, ist die Freiheit bei der Zutatenwahl  und dass man jedes Rezept nach eigenem Geschmack umwandeln kann. Bei diesem Gericht sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Mit Knoblauch, Thymian oder Creme fraiche könnt ihr die Suppe nach eigenem Geschmack verfeinern.

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Wie in den anderen Rezepten, habe ich auch hier zum Vergleich eine Fertigsuppe mit Hilfe von Fixtüte gekocht (auf dem Foto links). Leider auch in diesem Fall konnte das Fertiggericht das Selbstgemachte nicht schlagen. Eine künstlich aromatisierte und konsistenzlose Masse wurde von natürlichen Aromen und leckerem Geschmack besiegt.

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