Karottenkuchen

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Karottenkuchen ist ein Klassiker auf dem Ostern-Festtagstisch. Simpel und geschmacksintensiv zugleich. Fest, luftig und sehr saftig. Der in diesem Rezept beschriebene Karottenkuchen, kann sowohl als ein eigenständiger Kuchen, als auch als Biskuitboden für eine mehrstöckige Torte dienen.

Zeitaufwand ca. 1,5 Stunden

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Benötigte Zutaten für den Kuchen (ca. 18 cm Durchmesser):

  • 170 g Weizenmehl Typ 450
  • 3 mittelgroße Möhren
  • 2 Eier Gr. M 
  • 125 ml pflanzliches Öl
  • 60 g weißen Zucker 
  • 60 g braunen Zucker
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Pkg. Natron (5 g)

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Als Erstes,  170 g Weizenmehl Typ 450, 1 Pkg. Natron (5 g) und 1/2 TL Zimt durchsieben, miteinander gut vermischen und beiseitestellen.

Um etwas Zeit und Bewegung in der Küche zu sparen, stellt eine leere Schüssel zusammen mit dem Sieb auf die Küchenwaage und stellt diese auf null. Dann gibt das Mehl hinzu und wiegt die benötigte Menge ab. Danach stellt die Wage wieder auf null und wiegt die nächsten Zutaten ab. Wenn ihr mit allen Zutaten fertig seid, könnt ihr diese gleich zusammen durchsieben.  Je nach dem, was das Rezept verlangt, könnt ihr auf dieser Weise Mehl, Backpulver, Kakao, Zucker und weitere trockene Zutaten mühelos abwiegen und danach gleich durchsieben.

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In eine andere Schüssel 125 ml pflanzliches Öl, 60 g weißen Zucker und 60 g braunen Zucker dazugeben und mit einem Schneebesen oder einer Gabel gut vermischen.

Alls pflanzliches ÖL habe ich hier Maiskeimöl genommen. Ihr könnt auch ein anderes geschmacksneutrales Öl nehmen, wie zum Beispiel Raps- oder Sonnenblumenöl. Olivenöl  wurde ich nicht empfehlen, da dieses einen sehr intensiven Eigengeschmack hat.

Zu der Öl-Zucker-Mischung werdet ihr später die Eier, geriebene Möhren und Mehl dazugeben. Das müsst ihr beachten, wenn ihr die passende Schüssel dafür aussucht.

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Zuerst das erste Ei

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danach das zweite Ei mit dem Schneebesen oder mit der Gabel unterrühren, bis die Eier mit der Öl-Zucker-Mischung gut vermischt sind. Die Eier müsst ihr nicht schaumig schlagen, nur unterrühren.

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An dieser Stelle könnt ihr schon den Backofen einschalten. Ihr braucht Ober-Unterhitze und 160 °C. 

3 mittelgroße Möhren waschen, schälen und fein reiben. Danach aus den geriebenen Möhren mit den Händen den Möhrensaft rauspressen. Am Enden solltet ihr ca. 140 g trockene geriebe Mohren haben.

Den Möhrensaft muss man deswegen rauspressen, damit der Karottenkuchen später beim Aufbacken gut hochgehen kann, sonst wird der Teig feucht und schwer. Habt keine Angst, auch ohne den rausgepressten Saft wird der Kuchen super saftig sein.

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Je nach dem wie frisch eure Möhren sind, bekommt ihr mehr oder weniger Möhrensaft rausgepresst. Den Saft natürlich nicht wegkippen, sondern austrinken. Eine gute Portion Vitaminen beim Backen nebenbei.

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Jetzt sind alle Komponenten fertig. Euch bleibt es nur noch diese miteinander zu vermischen.

Zu den Öl-Eier-Mischung die zuvor vorbereitete Mehl-Mischung portionsweiße dazuzugeben und gut vermischen.

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Danach die geriebenen Möhren dazugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Der Teig ist fertig.

Um den Kuchen noch interessanter zu machen könnt ihr an dieser Stelle noch die klein geschnittenen Äpfel, Birnen oder Nüsse dazugeben.

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Jetzt braucht man die Backform vorzubereiten. Dafür den Boden der Backform (18 cm Durchmesser) mit dem Backpapier belegen. Die ganze Backform mit Butter bestreichen und mit Mehl bestreuen.

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Den vorbereiteten Teig in die Backform geben und bei 160 °C fertig Backen.

Bei mir hat es ca. 1 Stunde gedauert. Je nachdem was für einen Backofen ihr habt, kann dies länger oder kürzer dauern. Inwieweit der Kuchen Fertig ist, könnt ihr mit Hilfe von Holzstäbchen überprüfen. Wenn ihr dies bis in die Mitte des Kuchens reinsteckt und rausholt, soll das Stäbchen trocken bleiben. Dann ist der Kuchen fertig.

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Den fertiggebackenen Kuchen aus dem Ofen nehmen und für 10-15 Minuten ruhen lassen. Danach aus der Backform lösen und auf dem Gitter komplett abkühlen lassen. Falls ihr noch etwas Zeit habt, packt den Kuchen in die Frischhaltefolie ein und legt ihn für ein Paar Stunden (am besten über Nacht) in den Kühlschrank. Dadurch wird die Feuchtigkeit, die im Kuchen geblieben ist, besser verteilt und der Kuchen wird noch saftiger.

Der Karottenkuchen ist fertig und servierbereit.

Ihr könnt ihn als eigenständigen Kuchen machen, oder als Böden für die mehrstöckige Torte. Dieser Kuchen mit 18 cm Durchmesser ist ca. 4 cm hoch, was für zwei Böden  reichen würde. Falls ihr größere oder höhere Torte machen möchtet, einfach die Zutatenmenge verdoppeln.

Ich wollte meinen Kuchen etwas festlicher gestalten, deswegen habe ich hier diesen noch mit Frischkäse-Frosting bestrichen und mit selbstgemachten Möhrenchips dekoriert.

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Benötigte Zutaten für das Frischkäse-Frosting:

  • 150 g kalten Frischkäse
  • 50 g weiche Butter
  • 50 g Puderzucker

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Für das Frosting 50 g weiche Butter und 50 g Puderzucker mit dem Schneebesen oder mit dem Handmixer luftig aufschlagen. Die Buttermasse soll etwas heller und voluminöser werden.

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Zu der aufgeschlagenen Buttermasse portionsweisse 150 g kalten Frischkäse einrühren.

Das Frisckkäse-Frosting ist fertig.

Bei der Zubereitung von Frosting sind drei Sachen ganz wichtig. Erstens – weiche Butter. Am besten, holt die Butter schon am Vortag aus dem Kühlschrank raus und lasst diese über Nacht bei Zimmertemperatur stehen. Zweitens – kalter Frischkäse. Holt ihn direkt vor dem Gebrauch aus dem Kühlschrank.  Drittens – den kalten Frischkäse portionsweiße zugeben. Wenn ihr die gesamte Menge an Frischkäse zu der Butter zugibt, wird diese schnell abkühlen und dadurch werden sich Klumpen bilden. Aber wenn ihr diese drei Aspekte beachtet, bekommt ihr garantiert ein weißes, fluffiges und festes Frosting.

Die Zutaten für das Frosting habe ich hier im Verhältnis 1/3 (Butter/Frischkäse) genommen, weil ich nicht so gerne den intensiven Buttergeschmack mag. Ihr könnt natürlich, je nach Wunsch, die anderen Proportionen, z. B. 1/1 oder 1/2 ausprobieren.

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Für die Möhrenchips 1 mittelgroße Möhre wachen, schälen und in dünnen Scheiben schneiden. Das könnt ihr mit dem Gemüseschäler machen. Mit dem Messer könnte es schwierig sein, gleichmäßig dünne Scheiben zu schneiden.

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Die Möhrescheiben im Ofen bei 80 °C für ein Paar Stunden trocknen lassen.

Diese Möhrenchips lassen den Kuchen nicht nur besser aussehen, sondern geben noch einen zusätzlichen Kick und unterstützen den Möhrengeschmack.

Auf dieser Weiße kann man auch die Äpfeln-, Ananas-, Zitronen-, Rote Bete-, oder Pastinackechips zubereiten. Nich nur zum Dekorieren, sondern auch als leckeren und gesunden Snack für Zwischendurch.

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Jetzt kann der Karottenkuchen dekorieren werden.

Scheidet die Biskuitkuppe ab, um eine flache Oberfläche zu bekommen. So sieht der Kuchen von Außen und im Schnitt besser aus.

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Das vorbereitete Frischkäse-Frosting auf den Kuchen auftragen und mit den Möhrenchips beliebig dekorieren.

Der Möhrenkuchen ist fertig!

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Bei diesem Beitrag darf der Vergleich auch nicht fehlen. Wie immer findet ihr das Fertiggericht auf dem Foto links, das Selbstgemachte auf dem Foto recht.

Anhand des Fotos könnt ihr sehen, dass der Fertigkuchen, den ich mit Hilfe von einer Backmischung gebacken habe, poröser und brüchiger ist. So ein Kuchen lässt sich nur schwierig mit der Creme bestreichen. Der selbstgemachte dagegen, ist sehr stabil, aber trotzdem luftig und saftig.

Geschmacklich war der Backmischung OK. Meiner Meinung nach hatte er aber einen leichten künstlicheren Nachgeschmack gehabt.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Mhmm lecker, das schaut wirklich super aus! 🙂
    Hab ich selbst noch gar nicht probiert, werde ich aber auf jeden Fall mal machen müssen. Danke für das Rezept! 🙂

    Liebe Grüße
    Janne von LYREBIRD

    Gefällt 1 Person

    1. nikalavna sagt:

      Sehr gerne! Ich würde mich sehr freuen, wenn du deine Meinung dazu schreiben würdest.

      Gefällt 1 Person

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