Karamellsauce

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Waffeln, Eis, Crepes, Puncakes, französischer Toast, Cheesecake, Muffins, Cupcakes, Cappuccino oder Latte Macciato. Wenn euer Herz für eine dieser Sachen schlägt, dann ist die gute Karamellsauce im Kühlschrank zu haben – Pflicht. Mit diese Sauce wird sogar eine einfache Toastscheibe zum erstklassigen Dessert.

Saucemenge ca. 450 ml

Zeitaufwand ca. 50 Minuten

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Benötigte Zutaten:

  • 225 g Zucker
  • 65 ml Wasser
  • 250 ml Sahne (mind. 33 % Fettanteil)
  • 70 g Butter
  • 1 Prise Salz

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Damit euch später nichts vor der Karamellzubereitung ablenkt, könnt ihr zuertst die Sahne und die Butter vorberiten.

Dafür 250 ml Sahne (mind. 33 % Fettanteilmit 1 Prise Salz in einen Topf geben und leicht aufwärmen. Die warme Sahne lässt sich später besser mit dem heißen Karamell verbinden. Falls ihr die Sahne nicht aufwärmt, und die kalt zum Karamell zugibt, wird das Karamell wegen des Temperaturunterschiedes kristallisieren.

Je nach dem wie viel Sahne ihr in die Sauce zugibt, wird die Karamellsauce dick- oder dünnflüssiger werden. Ihr könnt von 85 bis zu 300 ml Sahne dafür nehmen. Probiert es selbst aus, welche Konsistenz eurem Geschmack entspricht.

Um eine salzige Karamellsauce zu machen, müsst ihr an dieser Stelle etwas mehr Salz (biss zu 1 TL) dazugeben. Falls ihr aber dafür eine „Fleur de Sel“ („Blume des Salzes“), oder andere flockige Salzsorte nimmt, müsst ihr diese erst am Ende in die fertige Sauce geben.

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Die Butter, die ihr für die Sauce braucht, muss kalt sein. Dafür könnt ihr die benötigte Mengen (70 g), abwiegen, in Würfeln schneiden und zurück in den Kühlschrank stellen.

Später, muss man zu der Butter gekochtes Karamell geben und mit dem Stabmixer kurz bearbeiten. Deswegen habe ich die Butter schon jetzt in einen passenden Mixbecher gegeben und so in den Kühlschrank gestellt.

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Jetzt kommen wir zu dem wichtigsten Teil, zu dem Karamell-Kochen.

Dafür 225 g Zucker und 65 ml Wasser in einen Topf geben, auf den Herd stellen und bei mittlerer Hitze, langsam kochen lassen, biss der Zucker sich im Wasser auflöst. Wichtig ist hier – nicht Rühren! Sonst wird der Zucker sich wieder kristallisieren. Damit der Zucker sich besser in dem Topf verteilen kann, den Topf einfach in kreisenden Bewegungen schwenken.

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Sobald der Zucker sich aufgelöst hat, und ihr einen durchsichtigen Sirup bekommen habt, die Hitze etwas erhöhen und den Sirup solange kochen lassen, biss dieser eine gold-braune Farbe angenommen hat. Danach den Topf vom Herd nehmen.

Von dem Zeitpunkt als der Sirup aufgekocht ist, biss er die richtige Farbe bekommen hat, können 8 bis 10 Minuten vergehen. Es kann allerdings auch passieren dass ihr dafür etwas mehr oder weniger Zeit braucht, je nach dem was für einen Topf ihr benutzt und wie leistungsstark euer Herd ist. Lasst euch Zeit und geht nicht vom Herd weg, denn sobald der Sirup angefangen hat die Farbe zu bekommen, dauert es nur ein paar Minuten bis er auf den Punkt ist. Den richtigen Zeitpunkt das Karamell vom Herd zu nehmen, kann man leicht verpassen und es verbrennt. Dann müsst ihr leider von vorne Anfangen.

Falls ihr, so wie ich hier, den Topf mit einem dicken Boden benutzt, müsst ihr bedenken, dass wenn ihr den Topf vom Herd nimmt, bleibt trotzdem noch genug Hitze gespeichert um das Karamell weiter zu kochen. Aus dem Grund kann es passieren dass das Karamell  verbrennt, obwohl ihr es rechtzeitig vom Herd genommen habt, was mir auch schon ganz oft passiert ist. Um das zu vermeiden, könnt ihr während des Kochens, ab und zu den Topf vom Herd nehmen und zurück stellen. So könnt ihr euch langsam an den richtigen Garpunkt heran tasten.

Obwohl es vielleicht ganz schön viele Sachen gibt, auf die ihr aufpassen sollt, ist die Zubereitung von Karamell gar nicht so schwer.

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Jetzt müsst ihr langsam die warme Sahne, im dünnen Strahl, zu dem heißen Karamell langsam hinzugeben und einrühren. Beim Sahnezugeben wird die Masse blubbern und vielleicht noch leicht spritzen. Nicht erschrecken.  Nach und nach werden die Blasen kleiner.

Sobald ihr die Sahne komplett zugegeben und eingerührt habt, den Topf zurück auf den Herd stellen und eine bis zwei Minuten, bei mittlerer Hitze, unter ständigem Rühren kochen lassen.

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Danach den Topf wieder vom Herd nehmen und die Sahne-Karamellmasse etwas abkühlen lassen.

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Als Nächstes, müsst ihr die kalte Butter mit Sahne-Karamellmasse anrühren. Dafür muss die Sahne-Karamellmasse auf 50-55 °C abgekühlt werden. Ein Tipp: Um zu erfahren, ob die Masse die richtige Temperatur erreicht hat, ist ein kontaktloser Infrarot-Thermometer ganz praktisch. Damit kann man die Temperatur von jeder Oberfläche messen. Natürlich hat nicht jeder so etwas bei sich Zuhause. Deswegen, lasst den Topf bei der Raumtemperatur für 10-15 Minuten stehen und rührt die Masse ab und zu. Es sollte reichen um die Sahne-Karamellmasse auf die benötigte Temperatur abzukühlen.

Warum muss man die Sahne-Karamellmasse abkühlen? Das Wasser (hier die Sahne-Karamellmasse) und das Fett (hier Butter) lassen sich bekanntlich nicht besonders gut verbinden. Deswegen, muss man das bei einer bestimmten Temperatur machen. Wird das Karamell zu heiß und die Butter zu warm, wird das Fett sich von der Sahne-Karamellmasse trennen und an die Oberfläche kommen. Ist die Sahne-Karamellmasse dagegen nicht warm genug und die Butter kalt, wird die Sauce , nachdem ihr sie mit dem Stabmixer bearbeitet habt, zu einer unansehnlichen, hellen Masse werden.

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Den Becher mit der Butter aus dem Kühlschrank nehmen und das abgekühlte Karamell dazugeben. Das alles mit einem Löffel oder mit einem Schaber so lange umrühren, bis die Butter sich komplett aufgelöst hat.

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Damit das Wasser mit dem Fettanteil sich besser miteinander verbinden, müsst ihr noch die fertige Karamellsauce noch mal kurz mit dem Stabmixer bearbeiten. 1 Minute würde reichen.

Falls ihr keinen Stabmixer habt, könnt ihr diesen Schritt weglassen. Falls ihr davor alles richtig gemacht habt, wird die Sauce trotzdem eine gute gleichmässige Konsistenz haben.

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Die noch warme Sauce wird etwas flüssig sein. Beim Abkühlen soll sie aber nach und nach fester werden.

Falls ihr eine salzige Karamellsauce machen wolltet, könnt ihr an dieser Stelle die Salzflocken dazugeben.

Am Ende bekommt ihr ca. 450 ml Karamellsauce.

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Die fertige Karamelsauce in einen passenden Behälter (am besten Luftdicht) umfüllen und bei der Zimmertemperatur komplett abkühlen lassen.  Am besten noch mit der Frischhaltefolie bedecken, damit beim Abkühlen kein Kondensat oder ein Film sich bilden.

Verschlossen, könnt ihr die Sauce mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahren. Direkt aus dem Kühlschrank, wird die Sauce ziemlich fest sein. Um es flüssiger zu machen, könnt ihr die Sauce auf dem Wasserbad oder in einer Mikrowelle aufwärmen.

Um der Sauce noch eine zusätzliche Geschmacksnote zu verleihen, könnt ihr diese mit Vanille, Zimt oder Kaffeebohnen verfeinern. Dafür das gewünschte Gewürz in die Sahne dazugeben und miterwärmen. Kaffeebohnen oder Zimtstange müsst ihr dann natürlich wieder herausnehmen.

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Wer die Besonderheit dieses Blogs noch nicht kennt, am Ende eines jeden Beitrags kommt der Vergleich zwischen dem selbstgemachten Gericht und dem Fertigen. Wie immer ist das fertige Exemplar auf dem Foto links und der Selbstgemachte auf dem Foto rechts.

Obwohl, die fertige Karamellsauce gar nicht so schlecht ist, sahnig, mild und angenehm süß, ist die selbstgemachte Sauce für mich trotzdem besser. Sie gewinnt mit ihren einzigartigen, leicht – aber wirklich nur sehr leicht – bitteren Geschmack von dem karamellisierten Zucker.

Zu den Pluspunkten der selbstgemachten Sauce kommt natürlich noch der Preis. Für das gleiche Geld, das ihr für die fertige Sauce zahlt, bekommt ihr die doppelte Menge der selbstgemachten Sauce.

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Elena sagt:

    Und bei der selbstgemachten Sauce werden keine Emulgatoren oder Stabilisatoren verwendet worden. 😉

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    1. nikalavna sagt:

      😉😉😉😉

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  2. elamahler sagt:

    Die selbstgemachte Karamellsauce sieht für meinen Geschmack auch etwas besser aus. Sie hat mehr Bläschen und sieht so lecker dunkel aus – köstlich!

    Gefällt 1 Person

    1. nikalavna sagt:

      Vielen Dank 👌🏼

      Gefällt mir

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